Funktechnik
Funkempfang auf Kurzwelle und anderen Frequenzen ist immer noch ein beliebtes Hobby, besonders bei Leuten, die von Anfang an dabei waren. Mich hatte als Jugendlicher in den 1970er Jahren ein ganz besonderer Weltempfänger von Sony begeistert. Nach der Schule bewunderte ich ihn durch die Schaufensterscheibe ... 800 DM. Unerschwinglich. Später habe ich ihn mir dann günstig gebraucht gekauft. Irgendwie habe ich mit dem Ding aber nicht viel empfangen. Erst durch Probieren und Informieren musste ich herausfinden, was zu tun ist. So begann meine Reise als "Wanderlinse" in die Welt der Funktechnik.
Ich dachte an all die anderen armen Teufel, denen es vielleicht genauso geht wie mir damals und so entstand in mir der Wunsch, alle meine Experimente und Fortschritte als Video festzuhalten. Zum einen als Erinnerung für mich selber und andererseits als Unterstützung für andere. Mir war von Anfang an klar, dass Fachleute darüber schmunzeln würden, aber mit denen wollte ich mich gar nicht messen oder vergleichen.
Mir waren Neugier und Forscherdrang, Staunen und Lernen wichtiger. Ganz im Geiste von Alexander von Humboldt. Nicht das Ziel stand an erster Stelle, sondern der Weg. Klingt irgendwie fernöstlich und gefällt mir, weil es im Widerspruch zur digitalen Fortschrittsgesellschaft und Leistungsoptimierung steht. Ich mag eher das gemütliche Tüfteln, Bohren und Schrauben. Und wenn es dann funktioniert, freue ich mich wie ein Kind.
Ich war später erstaunt, was man mit Kurzwelle alles empfangen kann. Komisches Gepiepse stellte sich als eine geheimnisvolle Kommunikation zwischen Funkern heraus, es konnte aber auch ein Funkfernschreiben sein, ein sogenanntes RTTY oder gar ein Wetterfax. Also ein Bild, das per Funk übertragen wird. Unglaublich! Diese Technik wird bis zum heutigen Tage noch auf hoher See verwendet, um die Seeleute mit Wetterberichten zu versorgen.
Hier ein Seewetterbericht während eines Sturmtiefs
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