Dipol

Einfacher Dipol von Kurzwelle bis VHF und UHF Viele Funktechnik-Interessierte beginnen heute mit einem SDR-Stick, einem kompakten Empfänger wie dem ATS25 oder einem klassischen Weltempfänger. Die Empfangsqualität wird dabei jedoch weniger vom Gerät selbst bestimmt als von der Antenne. Eine der einfachsten, preiswertesten und zugleich effektivsten Lösungen ist der Dipol.

Funktionsprinzip des Dipols

Sehr technisch ;-) Ein Dipol besteht aus zwei gleich langen, elektrisch leitenden Armen, die in der Mitte gespeist werden. Trifft eine elektromagnetische Welle auf den Dipol, wird in beiden Armen eine Wechselspannung induziert. Diese wird über die Speiseleitung (z. B. Koaxkabel) dem Empfänger zugeführt. Ein Halbwellendipol ist idealerweise etwa λ/2 lang ("Lambdahalbe", die Hälfte der Wellenlänge), wobei sich die elektrische Länge aus der gewünschten Empfangsfrequenz ergibt. Für den reinen Empfang ist die Auslegung jedoch unkritisch – selbst „unpassende“ Längen liefern oft erstaunlich gute Ergebnisse. Im folgenden Video verwende ich einen "Zick-Zack Dipol" aus 8 Meter Draht auf dem Dachboden und habe richtig guten Empfang!

Video

Im Video teste ich eine ganz simple Dipol-Antenne aus dünnem Elektronikdraht, den ich auf dem Dachboden mit Reißzwecken zickzackförmig anbringe. Bis zu 11.000 km entfernte Sender konnte ich damit empfangen.

Hier empfange ich mit demm ATS25 einen 11.000 Kilometer entfernten Sender auf Kurzwelle!

Für die Berechnung deines Dipols musst du ungefähr wissen, welche Frequenz in MHz du empfangen möchtest. 14.000 kHz sind z.B. 14 MHz. ► Online Antennenrechner

Einfacher Aufbau mit Alltagsmaterial

Ein Empfangsdipol lässt sich mit minimalem Aufwand realisieren:

  • Drahtdipol: Zwei gleich lange Kupferdrähte, in der Mitte mit Koaxkabel verbunden (Innenleiter an einen Draht, Abschirmung an den anderen).
  • Kabeldipol: Auch isolierte Litze oder Lautsprecherkabel funktioniert problemlos.
  • Schweißstäbe oder Metallstäbe: Mechanisch stabil, gut für den Dachboden oder Außenmontage geeignet. Elektrisch verhalten sie sich wie Draht, benötigen aber eine sichere Befestigung.

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Als Speiseleitung empfiehlt sich ein dünnes Koaxkabel (z. B. RG-58). Für SDR-Sticks ist oft ein einfacher Adapter (SMA/MCX) ausreichend.

Montageort und Empfangsqualität

Der Montageort hat erheblichen Einfluss auf das Empfangsergebnis:

  • Innenraum: Einfach umzusetzen, aber oft stark beeinträchtigt durch Netzteile, LED-Lampen, Computer und andere Störquellen. Gut für erste Experimente, aber begrenzte Reichweite.
  • Dachboden: Meist ein sehr guter Kompromiss. Weniger Störungen, größere Aufbauhöhe und wettergeschützt. Für Kurzwelle oft deutlich besser als im Wohnraum.
  • Außenmontage: Die beste Lösung. Freie Aufhängung im Garten oder zwischen Gebäuden liefert den geringsten Störpegel und den höchsten Signal-Rausch-Abstand – besonders auf Kurzwelle und unteren VHF-Bereichen.

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