NOAA SWPC · Live-Daten

Weltraumwetter Monitor

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Aktuelle Sonne · SUVI 304 Å
Aktuelles NOAA-SUVI-Bild der Sonne
Sonnenwind
km/s
– km/h
Erdmagnetfeld · Planetarer Kp
Kp
Kp 5 = geomagnetischer Sturm G1
Interplanetares Magnetfeld
Bt gesamt nT
Bz (GSM) nT

Solarer Radiofluss F10.7
SFU

Indikator für die allgemeine solare Aktivität und für die Ionisierung der oberen Atmosphäre.

Aktuelle NOAA-Weltraumwetterskalen
Radio Blackout R–
Solar Radiation S–
Geomagnetisch G–

Auswirkungen auf die Erde

Weltraumwetter-Vorhersage · Kp, nächste 72 Stunden
Funk, Navigation und Satelliten

Praktische Einordnung

Nachschlagen

Lexikon Weltraumwetter

Die wichtigsten Begriffe dieser Seite kurz und ohne Fachwissen erklärt.

Kein passender Begriff gefunden.
Weltraumwetter
Veränderungen im erdnahen Weltraum, die vor allem durch die Sonne verursacht werden. Sie können Funk, Navigation, Satelliten und Stromnetze beeinflussen.
NOAA / SWPC
Die US-Wetter- und Ozeanbehörde NOAA betreibt das Space Weather Prediction Center (SWPC). Von dort stammen die Live-Daten und Vorhersagen dieses Monitors.
SUVI
Solar Ultraviolet Imager. Ein Instrument auf NOAA-Wettersatelliten, das die Sonne im extremen Ultraviolett beobachtet.
304 Å (Ångström)
Eine Wellenlänge des extremen Ultravioletts. Das 304-Å-Bild macht Strukturen der oberen Sonnenatmosphäre sichtbar, die das menschliche Auge nicht sehen kann.
Sonnenwind
Ein ständiger Strom elektrisch geladener Teilchen von der Sonne. Typische Geschwindigkeiten liegen bei einigen hundert Kilometern pro Sekunde.
Interplanetares Magnetfeld (IMF)
Das Magnetfeld der Sonne, das mit dem Sonnenwind in den Weltraum getragen wird und mit dem Erdmagnetfeld wechselwirken kann.
Bt
Die Gesamtstärke des interplanetaren Magnetfelds am Messpunkt. Angegeben wird sie in Nanotesla (nT).
Bz (GSM)
Die Nord-Süd-Komponente des interplanetaren Magnetfelds. Ein länger deutlich negatives, also südwärts gerichtetes Bz erleichtert die Kopplung mit dem Erdmagnetfeld.
GSM
Geocentric Solar Magnetospheric: ein Koordinatensystem, mit dem die Richtung von Magnetfeldern relativ zu Erde und Sonne beschrieben wird.
nT · Nanotesla
Einheit für sehr schwache Magnetfelder. Ein Nanotesla entspricht einem Milliardstel Tesla.
Magnetosphäre
Der vom Erdmagnetfeld beherrschte Raum um die Erde. Er schirmt einen großen Teil der geladenen Teilchen aus dem Sonnenwind ab.
Kp-Index
Globaler Kennwert von 0 bis 9 für die geomagnetische Aktivität. Je höher Kp, desto stärker ist das Erdmagnetfeld gestört. Ab Kp 5 beginnt die NOAA-Stufe G1.
G1–G5
NOAA-Skala für geomagnetische Stürme: G1 bedeutet gering, G5 extrem. Mögliche Folgen reichen von Polarlicht bis zu Störungen technischer Systeme.
R1–R5 / Radio Blackout
NOAA-Skala für durch starke solare Röntgenstrahlung verursachte HF-Funkausfälle auf der sonnenbeschienenen Erdseite. R1 ist gering, R5 extrem.
S1–S5 / Solar Radiation Storm
NOAA-Skala für erhöhte energiereiche Teilchenstrahlung. Sie ist besonders für Satelliten, Raumfahrt und Polarregionen relevant.
F10.7 / Solarer Radiofluss
Messung der Radiostrahlung der Sonne bei 10,7 cm Wellenlänge (2800 MHz). Sie dient als guter Indikator für die allgemeine Sonnenaktivität und Ionisierung der oberen Atmosphäre.
SFU
Solar Flux Unit, die Einheit des F10.7-Werts. Höhere Werte gehen häufig mit stärkerer Ionisierung und besseren Möglichkeiten auf höheren Kurzwellenbändern einher.
Ionosphäre
Elektrisch geladene Schichten der oberen Erdatmosphäre. Sie können Kurzwellen zurück zur Erde brechen und ermöglichen dadurch Funkverbindungen über große Entfernungen.
HF / Kurzwelle
High Frequency, international 3–30 MHz. In der Amateurfunkpraxis werden die klassischen Bänder von 80 bis 10 Metern betrachtet; das 160-m-Band liegt formal knapp darunter im MF-Bereich.
Funkband / Meterband
Ein festgelegter Frequenzbereich. Bezeichnungen wie 20 m oder 40 m beziehen sich ungefähr auf die zugehörige Wellenlänge.
DX
Funkverkehr über große Entfernungen. Auf Kurzwelle sind solche Verbindungen durch Reflexion bzw. Brechung an der Ionosphäre möglich.
VHF / UHF
Very High Frequency und Ultra High Frequency. Diese höheren Frequenzen verhalten sich anders als Kurzwelle und werden vom Weltraumwetter meist weniger direkt beeinflusst.
GPS / GNSS
Satellitennavigationssysteme. GNSS ist der Oberbegriff; GPS ist das US-System. Störungen der Ionosphäre können Laufzeitfehler und damit Positionsfehler vergrößern.
L-Band
Mikrowellen-Frequenzbereich, in dem unter anderem GPS und andere Satellitennavigationssysteme senden.
LEO
Low Earth Orbit: niedrige Erdumlaufbahn. Bei starker Sonnenaktivität kann sich die obere Atmosphäre ausdehnen und den Luftwiderstand für LEO-Satelliten erhöhen.
GEO
Geostationäre Erdumlaufbahn in rund 35.786 km Höhe. Satelliten erscheinen von der Erde aus an einer festen Position am Himmel.
Satcom
Abkürzung für Satellitenkommunikation. Besonders Verbindungen über Polarregionen können bei starkem Weltraumwetter beeinträchtigt werden.
Polarlicht / Aurora
Leuchterscheinungen, wenn energiereiche Teilchen in die obere Atmosphäre gelangen. Bei stärkeren geomagnetischen Stürmen kann die Polarlichtzone weiter nach Süden reichen.
Polarverbindungen
Funk- oder Flugverbindungen über hohe geografische Breiten. Dort sind geomagnetische und Teilchenstörungen häufig besonders ausgeprägt.
Drag
Luftwiderstand auf Satelliten. Eine aufgeheizte und ausgedehnte obere Atmosphäre kann LEO-Satelliten stärker abbremsen und ihre Umlaufbahn verändern.
Geomagnetisch induzierte Ströme
Elektrische Ströme, die bei schnellen Änderungen des Erdmagnetfelds in langen Leitern entstehen können, beispielsweise in Stromnetzen.