Space Synth :: Wanderlinse
ist auf breite Pads, Flächen und bewegte Klangfarben ausgelegt. Für den Einstieg reicht es, ein Preset zu wählen, eine Taste auf dem MIDI-Keyboard oder der PC-Tastatur zu halten und anschließend einzelne Regler langsam zu verändern.
Spielen, Oktave & Piano Roll
PC-Tastatur:
A W S E D F T G Z H U J K spielen chromatische Töne. Mit
Oktave −3 bis +3
wird die gesamte Tonlage verschoben. Ein MIDI-Keyboard wird automatisch erkannt, sofern der Browser Web MIDI unterstützt.
In der
Piano Roll
setzt oder löscht ein Klick eine Note. Das Raster bestimmt die zeitliche Auflösung. Die Linie darunter stellt die
Velocity
ein, also die Anschlagstärke. Soft, Groove und Crazy erzeugen unterschiedliche Zufallsmuster.
BPM, Metronom & Aufnahme
BPM
bedeutet Beats per Minute und legt das Tempo fest. Das Metronom markiert die Viertelschläge; der erste Schlag eines Taktes ist betont. Wird das Metronom während einer laufenden Piano Roll eingeschaltet, setzt es beim nächsten passenden Taktschlag ein und bleibt mit dem Pattern synchron.
Aufnahme Start
schaltet den Recorder zunächst nur bereit. Die WAV-Aufnahme beginnt erst mit der ersten gespielten Note. Mit
Aufnahme Stop
wird sie beendet. Der Metronom-Klick wird nicht mit aufgenommen.
Oszillatoren & Wavetables
Ein
Oszillator (OSC)
erzeugt das Rohmaterial des Klangs. Klassische virtuelle Analog-Wellenformen wie Sägezahn, Rechteck oder Dreieck besitzen eine feste Grundform.
Level
regelt die Lautstärke des Oszillators,
Tune
seine Stimmung,
Unison
legt mehrere leicht verstimmte Stimmen übereinander und
Stereo
verteilt sie im Raum.
Eine
Wavetable
ist eine Tabelle mit vielen aufeinanderfolgenden kurzen Wellenformen, sogenannten
Frames
.
WT Position
bestimmt, an welcher Stelle dieser Tabelle gespielt wird. Je nach Position kann derselbe Ton weich, hohl, gläsern, metallisch oder sehr obertonreich klingen.
Wavetables machen den Klang nicht automatisch technisch „besser“. Ihr großer Vorteil ist die
größere spektrale Vielfalt und Bewegung
. Eine klassische Sägezahnwelle bleibt grundsätzlich gleich. Bei einer Wavetable kann sich die Wellenform während eines gehaltenen Tons verändern. Genau das erzeugt bei Pads und Soundflächen lebendige Klangverläufe. Die Wavetables dieses Synths werden im Programm selbst erzeugt; fremde Serum-Wavetables werden nicht verwendet.
Filter, Cutoff, Resonance & Shaper
Ein
Filter
entfernt oder betont bestimmte Frequenzbereiche. Ein
Lowpass
lässt tiefe Frequenzen passieren und dämpft Höhen, ein
Highpass
macht das Gegenteil.
Cutoff
legt die Grenzfrequenz fest.
Resonance/Reso
betont den Bereich um diese Grenze.
Mix
bestimmt den Anteil des jeweiligen Filters.
Der
Shaper
verändert die Wellenform nichtlinear und erzeugt zusätzliche Obertöne. Kleine Werte verdichten den Klang, hohe Werte machen ihn rauer und aggressiver.
Envelope / Hüllkurve
Eine
Envelope
beschreibt, wie sich ein Ton nach dem Anschlag entwickelt.
Attack
ist die Einschwingzeit,
Decay
der Übergang zum Haltepegel,
Sustain
dieser Haltepegel und
Release
die Ausklingzeit nach dem Loslassen. Für weiche Flächen sind längere Attack- und Release-Zeiten typisch.
Pad Motion
Die Filter-Hüllkurve in
Pad Motion
bewegt den Filter zusätzlich im Zeitverlauf.
Filter Env
bestimmt Richtung und Stärke.
WT Motion
lässt die Wavetable-Position langsam wandern.
Stereo Drift
erzeugt minimale langsame Unterschiede zwischen Stimmen. Dadurch wirken lange Pads weniger statisch und organischer.
LFO / Mod
LFO
steht für Low Frequency Oscillator. Er wird normalerweise nicht direkt als Ton gehört, sondern bewegt andere Parameter automatisch.
Rate
bestimmt die Geschwindigkeit. Pitch erzeugt Tonhöhenbewegung, Filter verändert die Klanghelligkeit und Pan bewegt den Klang im Stereobild.
Effekte
Chorus
erzeugt leicht gegeneinander bewegte Kopien und verbreitert den Klang. Rate bestimmt die Geschwindigkeit, Depth die Stärke.
Delay
erzeugt Echos; Delay Time bestimmt den Abstand der Wiederholungen und Feedback deren Anzahl.
Reverb
simuliert einen Raum. Size beeinflusst seine wahrgenommene Größe,
Damping
dämpft die Höhen im Nachhall und macht ihn dunkler.
Master
regelt die Gesamtlautstärke.
Sounds, Pattern & WAV
Presets sind Ausgangspunkte für eigene Klänge. Die aktuellen Einstellungen werden lokal im Browser zwischengespeichert.
Sound speichern
speichert einen Klang als JSON-Datei,
Pattern speichern
die Piano-Roll-Daten und Einstellungen. Sie können zwischen "Model D" und "Space Synth" getauscht werden. Das JSON Format enthält Steuerdaten. Eine
WAV-Datei
ist dagegen die tatsächlich gerenderte oder aufgenommene Audiodatei.
Tipp für große Flächen
Beginne mit einem Pad-Preset. Erhöhe Attack und Release moderat, bewege WT Position und WT Motion vorsichtig und ergänze Stereo Drift, Chorus und Reverb nur so weit, bis Bewegung und Raum hörbar werden. Zu viel Modulation macht eine Fläche schnell unruhig oder verwaschen.