Allein schon eine gewöhnliche Spinne oder Stubenfliege unter dem Mikroskop zu entdecken ist aufregend und auch etwas gruselig. Aber selbst in einem einzigen Wassertropfen tummeln sich hunderte Kleinstlebewesen, über die man mit einem Bestimmungsbuch vieles erfahren kann. Vor allem aber kommt man so zu spektakulären Fotos, wie man sie selten sieht!
Man kann bei Ebay oder Amazon ein gutes Labor Mikroskop finden (ich würde ein neues ab ca. 100 Euro empfehlen, am besten mit "Kreuztisch"). Aber bitte keine historischen Mikroskope. So schön sie auch sind, meist kann man sie nicht gebrauchen. Eine Vergrößerung bis 400-fach ist sinnvoll, danach wird alles nur unscharf!
Mit der Mikrofotografie kann man all diese faszinierenden Welten fotografisch festhalten. Selbst mit einer kleinen Digitalkamera, wie die "Canon IXUS" und einem Universaladapter kann man schon tolle Bilder hinbekommen. Richtg gut wird es aber erst mit einer Spiegelreflexkamera wie der "Pentax K20D" bzw. der "Lumix GF1" (Micro Four Thirds) und einem "T2-Adapter". Hier wird nicht durch das Objektiv fotografiert (afokal), wie bei der kleinen "Canon IXUS", sondern direkt ohne Objektiv (fokal) durch das Mikroskop.

Die kleine "Canon IXUS" mit Universaladapter (afokal durch das Objektiv) am Mikroskop. Das Objektiv (Tele) ist voll ausgefahren. Das Mikroskop ist ein Labor-Mikroskop mit Kreuztisch (zur genauen Justierung des Objektträgers).
Video: Digitalkamera (Lumix FT1) "afokal" mit Universaladapter am Labormikroskop
T-Adapter 1,25 Zoll (universell für Mikroskop & Teleskop)

Wie bei einem normalen Foto kann man den Autofokus benutzen und erhält ganz brauchbare Fotos. Allerdings ist die "fokale" Fotografie direkt durch das Gerät ohne Objektiv qualitativ überlegen.

Ein Zucker-Kristall unter dem Mikroskop mit der "Canon IXUS" "afokal" (durch das Objektiv) fotografiert.

Ebenfalls ein Zuckerkristall diesmal "fokal" (ohne Objektiv) mit der "Pentax K20D" aufgenommen. Der Qualitätsunterschied wird recht deutlich. Die Details werden präzise und scharf abgebildet.

Die "Pentax K20D" mit "T2-Adapter" am Mikroskop montiert für "fokale" Fotografie. Die Qualität wird deutlich besser, als wenn man "afokal" durch das Objektiv der Kamera fotografiert.
Lumix GF1 fokal (ohne Objektiv und Okular) am Mikroskop "Zeiss KF2"

Auch ein winziges Spinnenbein offenbart unter dem Mikroskop faszinierende Details...

In einem einzigen Wassertropfen aus einem schmutzigen Tümpel (mit Schlamm) kann man solche Wesen, wie diesen Fadenwurm entdecken.
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