Mit einer Digitalkamera und einem Mikroskop kann man den Mikrokosmos entdecken, mit einem Teleskop bricht man auf zu den Sternen und Planeten und schaut in den Makrokosmos. Sowohl die winzigen Tierchen in einem Wassertropfen, als auch weit entfernte Planeten und Galaxien erfüllen einen mit Ehrfurcht vor dem Leben und liefern äußerst faszinierende Bilder, wenn man es richtig macht. Von Komplettlösungen (Mikroskop mit eingebauter Digitalkamera z.B.) muss ich dringend abraten. Die Bildqualität ist bei diesen "Spielzeuggeräten" (selbst wenn sie 300 Euro und mehr kosten) ungenügend.
Das wichtigste ist neben einem leistungsfähigen Mikroskop bzw. Teleskop der Adapter, denn man muss ja irgendwie die Kamera an das jeweilige Gerät "dranwurschteln". Dazu gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:
Wie zu vermuten liefert die "fokale" Methode bessere Ergebnisse, da weniger "störendes Glas" zwischen Kamera und Objekt ist.
Video: Mikroskop + Digitalkamera (Lumix GF1)
Für die fokale Fotografie braucht man eine Kamera mit Wechselobjektiven, also eine Spiegelreflexkamera (DSLR oder analoge SLR) wie die "Pentax K20D" oder eine MFT Kamera (Micro Four Thirds) wie die "Lumix GF1". Der sogenannte "T2-Adapter" muss exakt für das jeweilige Kameramodell passen und kann entsprechend bestellt werden. Außerdem braucht man noch einen "T-Adapter" mit 1,25 Zoll (Standard-Maß sowohl für Mikroskope, als auch für Teleskope).

T2-Adapter für die "Pentax K20D" und T-Adapter für 1,25 Zoll Okulare (Standardmaß)
T-Adapter 1,25 Zoll (universell für Mikroskop & Teleskop)

Beide T-Adapter zusammengeschraubt.

Die "Pentax K20D" fokal an das Teleskop "Meade DS-2080" montiert für traumhaft schöne Fotos vom Mond!

Die "Pentax K20D" fokal mit T-Adapter am Mikroskop.

Mit dem Live View kann man auf dem Display (mit Bildschirmlupe) scharf stellen.

Die "Lumix GF1" fokal am Mikroskop. Ihr großes und brilliantes Display erlaubt sehr gute Kontrolle. Durch den fehlenden Spiegel kommt es nicht zu Erschütterungen und man erhält gestochen scharfe Fotos.
Für die "afokale" Fotografie braucht man einen Spezial-Adapter, der sich "Universaladapter" nennt. Durch ihn wird eine Verbindung zwischen Mikroskop/Teleskop und Kamera hergestellt. Besonders bei Teleskopen sollte man nur sehr kleine und leichte Kameras wie die "Canon IXUS 85 IS" verwenden, da sonst die Schwingungen zu stark werden und das Bild hoffnungslos verwackelt. Schwingungen entstehen beim Scharfstellen und beim Auslösen. Ein Fernauslöser oder der Selbstauslöser verbessern das Ergebnis.

Der Universaladapter ist für kleine leichte Kameras gedacht (max. 500 Gramm)
Video: Mikroskop + Digitalkamera (Lumix FT1)

Die "Canon IXUS" mit einem Universal-Adapter am Mikroskop montiert liefert schon brauchbare Fotos.
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