Richy Schley

Funk & Kommunikation

Menu
K

Faszination Kurzwelle und mehr

Man könnte denken, dass Kurzwelle hören eine altertümliche, dem Aussterben geweihte Beschäftigung ist. Aber an mir selbst habe ich bemerkt, dass es mich sofort in den Bann gezogen hat und das erst seit Herbst 2010. Inzwischen habe ich schon eine schöne Ansammlung von Weltempfängern, Funkscannern, einen Amateuer Kurzwellenempfänger und sogar einen Profi Kurzwellenempfänger von der Bundeswehr. 

Meine Geräte

  • Sony ICF-7600D (Weltempfänger)
  • Sony ICF-7600G (Weltempfänger)
  • Sony ICF-SW1
  • Sony ICF-2001D (Weltempfänger + Flugfunk)
  • Sony ICF Pro-80 (Weltempfänger + Flugfunk)
  • Sony ICF-5900W (Weltempfänger)
  • Tecsun PL-660 (Weltempfänger + Flugfunk)
  • Tecsun S2000
  • Grundig Satellit 700
  • Siemens RK 665 (Weltempfänger)
  • handic 0080 (Funkscanner)
  • Stabo XR 100/Yupiteru MVT-7100 (Funkscanner)
  • Stabo XR1900 (Yupiteru MVT-7300)
  • Albrecht AE-300
  • AOR 8600 DX (Boger Funk, wie MKII)
  • Yaesu FRG-7
  • Lowe HF-150 (mit Preselektor PR-150)
  • Teletron TE 704 C-F/FS (Profi Kurzwellenempfänger)
  • Fifi SDR
  • Winradio 1550e
  • ICOM PCR-1000
  • APT-06 AD (Spezialempfänger für Wettersatelliten)
  • R2FX (Spezialempfänger für Wettersatelliten)

 

Kurzwelle empfangen

Als erstes stellt sich das Problem der Empfangsverbesserung und somit die Wahl der richtigen Antenne. Schnell merkt man als Anfänger, dass mit der eingebauten Teleskopantenne kein befriedigender Kurzwellenempfang möglich ist. Hier habe ich eine einfache Lösung gefunden, indem ich, durch einen Hollywoodfilm inspiriert, mein Regenrohr als Antenne umfunktionierte. 

Das nächste Problem sind die unterschiedlichen Frequenzen. Aufgrund der besonderen Eigenschaften der Kurzwellen sind diese unterschiedlich gut zu verschiedenen Uhrzeiten zu empfangen. Ausserdem ist der Kurzwellenempfang von der Sonnenaktivität abhängig, die 2012 wieder zunimmt, was besseren Empfang verspricht.

  • Morgens 2300 - 2500 khz, 3200 - 3400 khz, 3900 - 4000 khz, 4750 - 5060 khz
  • Tagsüber 11.600 - 12.100 khz, 13.500 - 13.900 khz, 15.100 - 15.800 khz
  • Abends 2300 - 2500 khz, 3200 - 3400 khz, 3900 - 4000 khz, 4750 - 5060 khz
  • Nachts 2300 - 2500 khz, 3200 - 3400 khz, 3900 - 4000 khz, 4750 - 5060 khz, 5900 - 6200 khz, 7200 - 7450 khz, 9400 - 9900 khz

Tief in der Nacht ist der Empfang nicht besonders gut aber je nach örtlichen Begebenheiten und Antenne kann  man mit etwas Glück den einen oder anderen interessanten Sender empfangen.

Als nächstes fragt man sich als Anfänger, wie man gezielt einen Radiosender und seine Frequenz auffinden kann. Dafür gibt es eine hervorragende Website: www.short-wave.info Hier kann man entweder aus einer Liste von Sendern auswählen oder eine gefundene Frequenz eingeben und den dazugehörigen Sender finden.


Der besondere Reiz der Kurzwelle

Wenn man am Abend vor seinem Weltempfänger sitzt und gespannt das Frequenzrad dreht entdeckt man unzählige Radiosendungen in allen möglichen Sprachen. Dann schaut man auf www.short-wave.info nach, wo sich der befindet (mit Weltkarte) und staunt oft nicht schlecht. Zusätzlich mit Google Earth wird der gefundene Ort noch spannender.

Oft sind es aber auch die Beiträge selbst, die einem einen ganz neuen Wissenshorizont eröffnen, vorausgesetzt man versteht die Sprache. Und wenn man sich eine Weile an den Radiosendern erfreut hat warten noch viele weitere faszinierende Abenteuer auf einen im Bereich der Kurzwelle.


Datenübertragung per Kurzwelle

Aus dem 2. Weltkrieg hat sich eine Technik erhalten, die es ermöglicht mit einem Weltempfänger Signale zu empfangen, die Daten enthalten. Um diese Daten sichtbar und lesbar zu machen braucht man eine bestimmte Software, die meist auf Windows laufen. Man muss dazu in den Modus USB schalten (Upper Side Band)

  • RTTY Wetterbericht (4.581 khz USB)
    Wetterfernschreiben Deutscher Wetterdienst
  • Wetterfax Deutscher Wetterdienst (3.853 khz USB)
  • HFDL Flugdaten (6.532 khz, 8.943 khz) in Deutschland nicht legal!


Amateurfunk auf Kurzwelle

Je nach Tageszeit kann man Amateurfunk auf verschiedenen Frequenzen empfangen, entweder auf LSB (Lower Side Band) oder USB (Upper Side Band).

  • 1.810 - 2.000 khz LSB
  • 3.500 - 3.800 khz LSB
  • 7.000 - 7.200 khz LSB
  • 10.100 - 10.150 khz USB
  • 14.000 - 14.350 khz USB
  • 18.068 - 18.168 khz USB
  • 21.000 - 21.450 khz USB
  • 24.890 - 24.990 khz USB

Weitere Frequenzen kannst du hier nachschauen Manche Frequenzen darf man in Deutschland nicht abhören, z.B. Polizeifunk, Feuerwehr, Flugfunk etc. Was darf man, was nicht?