Man kann auch mit einer kleinen Kompaktkamera und Universaladapter (afokal) an einem Mikroskop recht gute Bilder hinbekommen aber die Farbsäume und Lichtfartefakte (konzentrische Lichtringe) stören doch auf Dauer. Wesentlich besser wird die Bildqualität mit einer Lumix GF1, die fokal, also ohne Objektiv und ohne Okular mit dem Mikroskop verbunden wird.
Ich verwende in diesem Beispiel ein gebrauchtes binokulares Mikroskop "Zeiss KF2", das man bei Ebay für um die 200 bis 300 Euro bekommt. Die Kamera ist die bekannte "Lumix GF1", eine Micro Four Thirds Digitalkamera mit Wechselobjektiven, also quasi eine Spiegelreflex ohne Spiegel.
Man entfernt bei dieser Kombination das Okular des Mikroskops und das Objektiv der Kamera. An die Kamera wird ein T2-Adapter (passend für die Lumix GF1 = Micro Four Thirds) angeschlossen und in diesen wird ein weiterer Adapter reingeschraubt, der in den Okulartubus passt (23,2 mm).

T2 Adapter an der Lumix GF1 und der Adapter für das Mikroskop (23,2mm)

Das Okular wird aus dem Okulartubus des Mikroskops entfernt.

Die Lumix GF1 wird in den Okulartubus gesteckt.

Das Bild ist sehr schön klar und scharf.

Die Kombination "Lumix GF1" fokal mit dem Mikroskop "Zeiss KF2"

Dieses Foto einer Mücke habe ich mit dieser Kombination aufgenommen. In voller Größe anschauen.
Tipp: verwende den Selbstauslöser (2 Sekunden) um verwacklungsfreie scharfe Fotos aufzunehmen oder einen Fernauslöser.
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